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Das kurze Leben



Das kurze Leben
von Juan Carlos Onetti

Juan María Brausen hat sein Leben satt. Seit Jahren ist er mit ein und derselben Frau verheiratet und lebt eigentlich nur in den Tag hinein. Kann das schon alles gewesen sein, fragt sich der Mitvierziger. Nachdem seine Frau an Brustkrebs erkrankt und nicht mehr die selbe ist wie vorher, bricht auch Brausen aus seinem Leben aus und erfindet für sein Drehbuch einen neuen Charakter, den er selber immer mehr annimmt. Prostitution, Drogen und Mord machen dieses Leben aus. Sein Leben? Oder doch das Leben des anderen?

So. Ehrlich gesagt bin ich mir noch nicht mal sicher, ob diese Zusammenfassung wirklich stimmt. Denn das Buch ist einfach verwirrend, so dass ich zum Schluss gar nicht mehr durchgeblickt habe. Ich hatte es mir vor Jahren mal gekauft, da ich die Beschreibung sehr ansprechend fand und auch dachte: "Hey! Die SZ-Mitarbeiter sollten ja wissen, was wirklich lesenswert ist!" Meinetwegen kann Ornetti auch der "Wegbereiter und Vorläufer des modernen lateinamerikanischen Romans" sein. Mich hat er auf jeden Fall nicht überzeugen können.
Schachtelsätze deluxe und Charaktersprünge, dass man nicht mehr weiß, um wen es jetzt gerade eigentlich geht. Am Anfang war's noch spannend zu lesen, aber mit der Zeit hatte ich immer weniger Lust. Kein Wunder, dass ich jetzt schon seit Mai an diesem Buch saß...

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Comments

( 3 sagten was — Sag etwas! )
spiegelverkehrt
Jul. 2nd, 2009 10:37 am (UTC)
"Hey! Die SZ-Mitarbeiter sollten ja wissen, was wirklich lesenswert ist!"

das dachte ich von elke heidenreich auch mal und habe mir ein buch aus der brigitte-edition gekauft, mit etwa dem gleich ergebnis.
_samara_
Jul. 3rd, 2009 09:26 am (UTC)
oha, das hab ich hier auch noch rumstehen. vielleicht trau ich mich mal in den semesterferien ran, dann kann ich dir berichten, ob ich den durchblick hatte :)
valoments
Jul. 5th, 2009 09:11 pm (UTC)
Oh, da bin ich echt mal gespannt!
( 3 sagten was — Sag etwas! )